Ein aussergewöhnlicher Sieg der Bulls

Veröffentlicht: 20. Oktober 2014 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015, Spielbericht
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65 Minuten blieb das 1.-Liga-Spiel zwischen dem HC Yverdon-les-Bains und den Düdingen Bulls torlos. Erst im Penaltyschiessen konnte Simon Perdrizat endlich die Sensler im sechsten Anlauf zum verdienten Sieg schiessen.

«So etwas habe ich noch nie erlebt», lautete der Kommentar von Düdingens Trainer Thomas Zwahlen nach dem Spiel in Yverdon-les-Bains. Dass es in einem Eishockeyspiel nach 60 regulären Spielminuten und nach einer fünfminütigen Verlängerung noch torlos steht, das ist selbst für den erfahrenen und langjährigen Coach Zwahlen ein «sehr aussergewöhnlicher» Spielverlauf. «Wenn man bedenkt, dass das Schussverhältnis 54:32 lautete, erscheint das Resultat noch bizarrer.»

Mehr als fünfzig Mal schossen die Düdingen Bulls am Samstagabend auf das Tor der Waadtländer, den Puck vermochten sie allerdings nicht im Netz unterzubringen. «Da ist offensichtlich, wo unser Problem lag», sagte Zwahlen. «Wir waren in der Offensive zu verspielt, zu oft haben die Stürmer noch ein Pässchen gespielt, anstatt direkt den Abschluss zu suchen.»

Lieber den Spatz in der Hand

Stürmer Simon Perdrizat (#97).

Stürmer Simon Perdrizat (#97).

Abgesehen von der mangelnden Effizienz lieferten die Sensler beim spielstarken Yverdon eine gute Leistung ab. Vor allem in der Defensive wussten sie zu überzeugen. Jannick Bertschy und Damian Roggo, die letzte Saison verletzungsbedingt die halbe Meisterschaft verpasste hatten, sind inzwischen wieder topfit, wodurch der Kader bei den Verteidigern wieder breiter geworden ist. Dreizehn Gegentore haben die Bulls in den bisherigen sieben Partien erst kassiert – gleich viele wie Star Lausanne. Das ist der beste Wert der Liga.

Selbst als die Düdinger zwischen der 48. und der 50. Spielminute in doppelter Unterzahl agieren mussten, liessen sie sich nicht bezwingen. «Vor einem Jahr noch hätten wir die Partie in dieser Phase verloren», sagte Thomas Zwahlen. Angesichts dieser Tatsache ist der Berner mit den gewonnenen zwei Punkten denn auch einigermassen zufrieden. «Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass wir angesichts der vielen Torchancen nicht die vollen drei Punkte geholt haben. Aber wie sagt man so schön: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.»

Der sechste Penalty entscheidet

Dass es am Ende immerhin zu zwei Punkten reichte, hatten die Düdinger ihrer Nervenstärke im Penaltyschiessen zu verdanken. Yverdon traf bereits im ersten Anlauf und setzte die Gäste dadurch unter Druck. Doch die Bulls blieben ruhig und glichen Mit ihrem vierten Versuch aus.

Der Sieg wurde dann in der Kurzentscheidung Tatsache: Erst hielt Bulls-Goalie Jonathan Waeber den sechsten Penalty der Waadtländer, dann sorgte Simon Perdrizat für die Erlösung.

Text: Michel Spicher/Freiburger Nachrichten / Foto: Christian Baeriswyl / Matchdetails: Regio-League

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