Düdingen Bulls verlieren beim Leader

Veröffentlicht: 1. Dezember 2014 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015, Spielbericht
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Die Düdingen Bulls haben in einem hochstehenden und spannenden 1.-Liga-Spiel gegen Forward Morges mit 3:4 verloren. Gregory Thuillard im Tor des Tabellenleaders brachte die Sensler Stürmer am Samstag zum Verzweifeln.

«Was der Goalie von Morges am Samstagabend alles gehalten hat, das war schlichtweg phänomenal», zollte Düdingen-Trainer Thomas Zwahlen dem Waadtländer Schlussmann Respekt. «Obwohl wir einen Drittel mehr Abschlüsse hatten, und zwar qualitativ gute Torschüsse, reichte es uns nicht zum Sieg.»

Gregory Thuillard liess ich von den Düdingern nur dreimal bezwingen: einmal, als sein Team in doppelter Unterzahl spielte, einmal durch Verteidiger Thomas Zwahlen, und einmal kurz vor Spielende, als die Düdingen Bulls alles nach vorne warfen und vehement den Ausgleich suchten. Ansonsten hielt der Keeper alles, was auf seinen Kasten zuflog, und brachte die Sensler Stürmer zur Verzweiflung.

Fehlende Alternativen in der Offensive

Die Düdinger Offensive zum Verzweifeln zu bringen ist momentan sicherlich einfacher als auch schon. Die Bulls tun sich bereits seit einiger Zeit schwer mit dem Toreschiessen. «In den Trainings fragen mich immer wieder Spieler, wohin sie schiessen sollen, wenn sie alleine auf den Goalie losziehen können», sagt Thomas Zwahlen. «Bei solchen Fragen wird deutlich, wie verunsichert momentan manche Spieler sind. Einigen ist der Torriecher komplett abhandengekommen. Das Ganze ist eine Kopfsache; die Spieler werden früher oder später wieder aus ihrem Loch finden. Doch bis es so weit ist, besitzen wir in der Offensive zu wenig Alternativen. Es sind fast immer die gleichen Spieler, die die Tore schiessen.»

Dank Treffern von Philipp Fontana und Michel Zwahlen konnten die Bulls bis zur 44. Minute einen 0:2-Rückstand ausgleichen. Ärgerlich war vor allem der zweite Treffer, den die Gäste in doppelter Überzahl einstecken mussten. Zwahlens Ausgleich hielt allerdings nur 18 Sekunden stand. «Das 2:3 war ein faules Goal. Den Schuss von der blauen Linie muss unser Torhüter auf seine Kappe nehmen», sagte Thomas Zwahlen. Die Bulls liessen sich vom erneuten Rückstand aber nicht entmutigen. Sie kämpften und drückten auf den erneuten Ausgleich. Morges nutzte zwei Minuten vor Schluss die sich ihm bietenden Räume und erhöhte durch einen Konter auf 4:2. Düdingen warf nochmals alles nach vorne und kam 22 Sekunden vor der Schlusssirene durch Simon Perdrizat erneut zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es allerdings nicht mehr.

Die Sache mit dem Spassfaktor

Düdingen verlor am Ende zwar mit 3:4, durfte mit seiner gezeigten Leistung aber zufrieden sein. Damit hat sich einmal mehr bestätigt, dass sich die Bulls gegen starke Mannschaften deutlich besser verkaufen als gegen die Teams aus der hinteren Tabellenregion. Die Sensler Bilanz gegen die Teams aus der vorderen Tabellenhälfte kann sich sehen lassen. Gegen Franches-Montagnes (3:0), Star Lausanne (2:0) und Sion (5:2) gab es Siege, gegen Morges (3:4) und Uni Neuenburg (5:7) wusste man spielerisch zu überzeugen, auch wenn der Punktgewinn knapp verpasst wurde. Anders sieht die Bilanz gegen die Equipen aus der hinteren Tabellenregion aus: Gegen Yverdon (1:0), Moutier (3:2) und St-Imier (2:1) konnten die Bulls nur mit Mühe gewinnen, gegen Servette II (2:3) und Saastal (2:5) mussten sie gar als Verlierer vom Eis. Gegen das Schlusslicht Vallée-de-Joux hatte Düdingen zwar mit 9:2 gewonnen, die Emotionen waren nach dem Kantersieg aber dennoch negativer als nach der samstäglichen Niederlage gegen Forward Morges. «Dies hat mit der Konstellation im Team zu tun», liefert Trainer Zwahlen die Erklärung, weshalb sich seine Spieler gegen die «kleinen» Teams so schwer tun. «Es hat einige Leader in der Mannschaft, die nicht gerne gegen die schwächeren Equipen antreten. Sie spielen lieber gegen starke Gegner, weil da das Spielniveau höher ist. Gegen die anderen fehlt ihnen der Spassfaktor–und oftmals auch die Motivation. Es ist schwierig, dies aus den Köpfen der Spieler zu bringen», bedauert Zwahlen.

Text: Michel Spicher – Freiburger Nachrichten / Matchdetails: Regio-League / Bemerkungen: Düdingen Bulls ohne die verletzten Abplanalp, Bertschy, Hetzel, K. Roggo und Waeny.

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