Bulls vergeben zu viele Torchancen

Veröffentlicht: 5. Januar 2015 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015, Spielbericht
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Im ersten Heimspiel der 1.-Liga-Masterrunde haben die Düdingen Bulls gegen Uni Neuenburg unglücklich 3:4 nach Verlängerung verloren. Das Hauptproblem war bei den Senslern einmal mehr die ungenügende Chancenauswertung.

Im ersten Spiel des Jahres 2015 bekamen die Fans in der gut besetzten Eishalle SenSee ein rassiges und spannendes Eishockeyspiel zu sehen, in dem sich die Gäste aus Neuenburg am Ende mit einer gehörigen Prise Glück durchzusetzen vermochten. Dies sah nach dem Schlusspfiff des nicht immer sattelfesten Schiedsrichtertrios auch der lächelnde Gästecoach Gil Montandon so: Der Sieg und die zwei Punkte seien für seine Boys eine fürstliche Belohnung und so gesehen ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk.

Die Bulls hätten eigentlich schon in der normalen Spielzeit diesen Match für sich entscheiden können, ja müssen. Vorab im zweiten und letzten Drittel hatte der Heimklub fast doppelt so viele Schüsse wie sein Gegner, ein starker Gästekeeper und zu wenig Kaltblütigkeit vor dem Tor waren die Ursachen dafür, dass Düdingen am Ende das Eis mit fast leeren Händen verlassen musste.

 Neuenburg mit dem besseren Powerplay

Bisher endeten die zwei Saisonduelle der letztjährigen Playoff-Mannschaften jeweils mit einem Heimsieg. Jetzt, im dritten Vergleich, schafften die Neuenburger das erste Break. Dies laut Bulls-Trainer Thomas Zwahlen vor allem auch deshalb, weil sie am Samstag das bessere Powerplay stellten. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel mit einem Resultat (2:2), das in etwa dem Gezeigten entsprach, entschied der spätere Sieger das Mitteldrittel knapp für sich. Zuerst hatten die Bulls ebenfalls in doppelter Überzahl das dritte Tor verpasst, weil ihr Powerplay einmal mehr zu langatmig und zu wenig konsequent ausfiel.

Besser machte es Neuenburgs Powerplaysturm mit dem ehemaligen Gottéronjunioren Juris Zandovskis nach einer halben Stunde, als die Gäste eine ähnliche Chance nach einem schönen Spielzug kaltschnäuzig ausnützten. Für den erneuten Ausgleich zu Beginn der letzten 20 Minuten durch einen platzierten Schuss vom stark aufspielenden Sandro Abplanalp mussten die Bulls ziemlich viel Aufwand betreiben.

Trotzdem wirkte das Heimteam, das selbst in der Verlängerung noch mit vier Blöcken spielte, bis zum Schlusspfiff frischer als sein Gegner, der nur gerade mit drei Blöcken antreten konnte. «Ich wollte all meinen Spielern auch am Schluss, als es um die Wurst ging, Einsatzzeit geben. Wann sollen sie es sonst lernen, wenn nicht jetzt?», bilanzierte Zwahlen zu Recht seine längerfristige Kaderplanung.

Viel Pech bei der Entscheidung

Chancen zum Sieg hatte Düdingen vorab im letzten Drittel, zwei, drei Mal wollte aber der Puck einfach nicht über die Linie. Einheimische Fans sahen einen Versuch von Verteidiger Yannick Bertschy in der 46. Minute im Tor–der harte Schuss soll von der Stange im Torgehäuse auf die Torlinie zurückgeflogen sein–, die Unparteiischen liessen aber weiterspielen, weil sie es nicht gesehen hatten.

Ein Unglück ist diese Niederlage für die Bulls sicher nicht, auch Trainer Zwahlen war mit dem Einsatz seiner Jungs zufrieden. Wie oft bei Duellen zwischen zwei ziemlich gleichwertigen Teams entschieden am Ende Details über Sieg und Niederlage; an diesem späten Samstagsnachmittag hatte sich eben Göttin Fortuna auf die Seite der kompakt und körperbetont spielenden Neuenburger gestellt. In Düdingen wird man sagen: «Lieber jetzt so, als dann wieder in den Playoffs.»

Text: Kurt Ming – Freiburger Nachrichten / Matchdetails: Regio-League

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