«Wir sind in den Playoffs angekommen»

Veröffentlicht: 2. Februar 2015 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015, Spielbericht

Die Düdingen Bulls nehmen rechtzeitig zum Start der 1.-Liga-Playoffs Fahrt auf. Gegen Sion-Nendaz haben die Sensler auswärts mit 1:2 gewonnen und ihren dritten Sieg in Folge gefeiert. In der Tabelle kletterten sie damit auf Rang zwei.

Wenn der HC Sion-Nendaz und die Düdingen Bulls–zwei Teams, die Eishockey spielen und den Puck nicht einfach nach vorne chippen wollen–aufeinandertreffen, kommen die Zuschauer erfahrungsgemäss in den Genuss einer flüssigen und unterhaltsamen Partie. Und wenn dann auch noch die Playoffs bevorstehen und die Mannschaften um eine möglichst gute Ausgangslage für die Finalspiele kämpfen, dann entwickelt sich gar ein hochstehendes, playoffmässiges Duell mit ganz vielen Emotionen. So geschehen auch am Samstag, als die Düdingen Bulls auswärts gegen Sion mit 2:1 gewannen. «Nach dem Spiel gegen Lausanne war ich stinksauer auf die Spieler. Sie hatten zwar gewonnen, aber nicht gekämpft», sagte Bulls-Trainer Thomas Zwahlen am Tag nach dem Auswärtssieg. «Hätten wir gegen Sion verloren, wäre es mir egal gewesen. Das Team hat gekämpft, alles gegeben. Nun sind wir in den Playoffs angekommen.»

Dass sich die Bulls in Playoff-Modus befinden, wurde in der Schlussphase des Spiels deutlich. Fünf Sekunden vor Schluss bekamen sie einen (strengen) Penalty gegen sich gepfiffen, den Goalie Aeby souverän hielt. Bei beiden Teams gingen danach die Emotionen so hoch, dass sie aufeinander losgingen und sich playoffmässig verklopften.

Was Thomas Zwahlen noch etwas Kopfzerbrechen macht, ist die lange Verletztenliste. Gegen Sion musste der Berner auf die verletzten Hetzel, Roggo, Braichet, Waeny, Braaker, Fontana und Waeber sowie auf Abplanalp (Beruf) verzichten und konnte nur mit drei Linien antreten. «Wenn du in den Playoffs über längere Zeit mit so wenig Spielern auflaufen musst, geht dir schnell die Luft aus. Es braucht zu Beginn vier Linien, damit du am Ende noch drei hast.»

Für Zwahlen geht es in den nächsten Tagen darum, seine Verletzten für die in zwei Wochen beginnenden Finalspiele fit zu kriegen. Waeny und Braaker werden diese Saison sicherlich nicht mehr zum Einsatz kommen, und auch Fontana wird mit seinem Handbruch noch länger ausfallen. «Jene, die zuletzt regelmässig gespielt haben, sind müde. Für die muss ich die Trainingsintensität zurückschrauben. Für alle jene, die zuletzt verletzt waren, muss ich die Intensität steigern. Da die richtige Balance zu finden wird die grösste Herausforderung der kommenden Tage.»

Text: Michel Spicher – Freiburger Nachrichten / Matchdetails: Regio-League

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