Das erwartet harte Stück Arbeit

Veröffentlicht: 16. Februar 2015 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015

Die Düdingen Bulls sind erfolgreich in die Playoff-Viertelfinals der 1. Liga gestartet. Gegen das aufsässige Star Lausanne wurde es aber alles andere als ein Spaziergang. Ein Tor in Unterzahl bedeutete schliesslich den Sieg und die Führung in der Serie Best of 5.

Düdingens Trainer Thomas Zwahlen hatte schon vor dem Spiel gewarnt, dass es kein einfaches Spiel werde, obwohl die Sensler alle vier bisherigen Duelle gegen die Waadtländer gewonnen hatten. «Wir waren extrem nervös», gab er denn auch nach dem Spiel offen zu. Tatsächlich war die Fehlerquote im ersten Drittel hoch. Düdingen war zwar spielerisch besser, Star vermochte aber mitzuhalten und kam seinerseits – oft nach haarsträubenden Düdinger Fehlern – zu guten Abschlussversuchen. So etwa in der 17. Minute, als Michel Zwahlens Pass nicht beim Mitspieler, sondern beim vor dem Tor frei stehenden Brot landete. Glücklicherweise war dieser derart überrascht, dass sein Schuss neben das Tor flog. Ansonsten gab es nur wenige gute Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, die Abwehrreihen standen gut, und zudem waren beide Torhüter auf der Höhe ihrer Aufgabe.

Kurz nach Beginn des zweiten Drittels wanderte ein Lausanner auf die Strafbank. Diesmal lief entgegen dem ersten Drittel das Powerplay gut. Und kurz vor Ablauf gelang Verteidiger Lars Hezel mit einem Flachschuss in die nahe Ecke endlich der Führungstreffer. Doch in der Folge wanderten in kurzen Abständen vier Bulls-Spieler auf die Strafbank. Die vierte Strafe war schliesslich die eine zu viel, wobei der Ausgleichstreffer ärgerlich zustande kam: Als man eigentlich gerade die Situation vor dem eigenen Tor in Griff bekam, landete Bürgys Befreiungsschlag beim gegnerischen Verteidiger statt ausserhalb des Drittels. Prompt schlug es hinter Yannic Aeby ein erstes Mal ein.

Hezel Doppeltorschütze

DSC02930Am Ende des ersten Drittels änderte aber das Bild: Nun schickte Schiedsrichter Jordi im Minutentakt drei Lausanner in die Kühlbox. Düdingen konnte so das letzte Drittel mit zwei Mann mehr auf dem Eis beginnen. Das Heimteam nützte diesen Vorteil erneut durch Hezel zur abermaligen Führung. Dass Spezialsituationen in den Playoffs enorm wichtig sind, zeigte sich auch beim erneuten Ausgleich durch Brot, der in Überzahl nach gewonnenem Bully Aeby durch die Beine hindurch erwischte. Als fünf Minuten vor Ende der Partie Hezel zwei Minuten kassierte, drohte den Düdingern Ungemach. Doch die Sensler meisterten das Boxplay ohne grössere Probleme. Und plötzlich enteilten die stark aufspielenden und gut harmonierenden Marco Baeriswyl und Sandro Abplanalp und schlossen nach herrlichem Doppelpass erfolgreich ab. Diesen knappen Vorsprung brachten die Freiburger schliesslich auch über die Zeit.

Der Anfang ist gemacht

«Das erste Spiel in solch einer Serie ist eminent wichtig», erklärte sich Trainer Zwahlen die flatternden Nerven seiner Spieler. Er war aber sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams und hob vorab seinen Torhüter (wie auch sein Gegenüber) sowie die zweite Linie besonders hervor. «Lausanne hat sehr gut gespielt, uns früh gestört und von unseren Fehlern profitiert. Insgesamt war es eben ein typischer Playoffkampf, bei dem bezeichnenderweise die Spezialsituationen ausschlaggebend waren.»

Text: Markus Rudaz – Freiburger Nachrichten / Foto: Alexander Raemy / Matchdetails: Regio-League

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