Das Spiel von A bis Z bestimmt

Veröffentlicht: 28. September 2015 von cbaeriswyl in Saison 2014/2015

In einer wenig spektakulären 1.-Liga-Partie dauerte es zwar über ein Drittel, bis die Düdingen Bulls die gegnerische Torhüterin erstmals bezwingen konnte. Danach hatten sie aber einfaches Spiel gegen das spielerisch limitierte Saastal.

Bereits im Startdrittel spielte sich das Geschehen vorab im Drittel der Gäste ab. Düdingen konnte praktisch schalten und walten, wie es wollte. Doch im Tor der Walliser stemmte sich Sophie Anthamatten mit allen Mitteln gegen den ersten Gegentreffer. Weder Fontana, der alleine auf die Schlussfrau loszog (4.), noch Sassi, der in Unterzahl abermals alleine vor Anthamatten auftauchte, vermochten den Puck im Tor unterzubringen. Auch in drei Powerplays wollte kein Treffer gelingen, obwohl jeweils das Powerplay gut aufgezogen werden konnte. Im Abschluss fehlte etwas die Präzision.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels leisteten sich die Walliser eine Unachtsamkeit und hatten plötzlich sechs Spieler auf dem Eis. Die fällige Bankstrafe sass Dobler ab. Er vermochte allerdings kaum auf der Strafbank Platz zu nehmen, als Düdingen die Überzahl bereits ausnutzte. Anthamatten hatte zwar den ersten Schuss noch abwehren können, gegen Fontanas Nachschuss war sie jedoch chancenlos. Dieser Treffer war bereits eine Vorentscheidung. Denn Saastal, das am Samstag sein erstes Saisonspiel absolvierte, hatte spielerisch überhaupt nichts zu bieten: Der Puck wurde jeweils blind irgendwo nach vorne spediert, und alle rannten hinterher. Anders Düdingen, das weiter Druck machte und bis zur zweiten Pause noch zweimal ein Tor bejubeln konnte. Hätte nicht Hüterin Anthamatten den einen oder anderen Schuss stark abgewehrt, wäre die Rechnung schon da gesalzen geworden.

Es hätte ein Stängeli werden können

Zwar vermochte die Partie die Zuschauer kaum von den Sitzen zu heben. Immerhin kamen sie aber kurz nach Wiederbeginn im Schlussdrittel zu einem kuriosen Tor: Ein Pass von Maic Spicher von hinter dem Tor, fand den Weg nämlich vom Schlittschuh von Hüterin Anthamatten ins eigene Tor. Zwei weitere Treffer folgten für die Bulls. Düdingens Hüter Aeby musste sich selber etwas aufwärmen, bekam er doch während der gesamten sechzig Minuten nur selten Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Hätten die Düdingen Bulls in den letzten zehn Minuten bei drei Überzahlsituationen etwas energischer den Abschluss gesucht, wäre wohl ein Stängeli durchaus drin gelegen. Bei Saastal waren zunehmend Frustrationen zu spüren. Dass M. Burgener als Captain dreimal in die Kühlbox geschickt wurde, spricht nicht gerade für dessen positiven Einfluss auf sein Team.

Eine schwierige Umstellung

Noch am Dienstag hatten die Bulls bei Franches Montagnes ihr bestes Hockey herausfiltern müssen. Am Samstag zu Hause gegen Saastal bekam man es nun mit einem spielerisch sehr limitierten Gegner zu tun. Auch für Düdingens Trainer Thomas Zwahlen war diese Umstellung nicht ganz einfach: «Ja, es ist natürlich schon etwas anderes, wenn wir in Saignelégier massiert angegriffen werden und hier der Gegner einfach Pucks nach vorne spediert und dann hofft, diese irgendwie vorne zu ergattern.»

Als positiv wertete der Trainer, dass sein Team konsequent sein Spiel durchzog und sich nicht auf das Niveau des Gegners begab: «Einzig im Mitteldrittel gab es kurz einen Durchhänger. Ansonsten spielten wir konsequent durch.» Auch wenn in acht Überzahlsituationen nur ein Treffer zustande kam, war Zwahlen mit dem Powerplay seines Teams zufrieden: «Wir vermochten uns jeweils gut zu positionieren, hatten auch gute Abschlüsse. Was fehlte, war dabei noch die Effizienz.»

Quelle: Markus Rudaz / Freiburger Nachrichten   |   Matchdetails: Regio-League

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