Bulls finden nach Fehlstart doch noch den Tritt

Veröffentlicht: 19. Oktober 2015 von cbaeriswyl in Saison 2015/2016, Spielbericht
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Die Düdingen Bulls brauchten gegen St-Imier einige Zeit, um in die Gänge zu kommen. Ein Doppelschlag in weniger als einer Minute brachte die Sensler auf die Siegesstrasse. Der 5:1-Sieg war schliesslich verdient.

Noch am Mittwoch hatten die Düdingen Bulls in der ersten Cupqualifikationsrunde gegen St-Imier klar mit 8:4 gewonnen. Doch am Samstag mussten sie beim Meisterschaftsduell gegen die Bernjurassier erkennen, dass jedes Spiel wieder bei 0:0 beginnt. Und vorerst kamen die Sensler überhaupt nicht ins Spiel – im Gegenteil. Mit zum Teil haarsträubenden Fehlpässen aus der eigenen Zone hinaus brachten sie ihren Goalie Guggisberg immer wieder in brenzlige Situationen. Und so war es kaum verwunderlich, dass die Gäste schon früh erstmals jubeln konnten: Einmal mehr hatten die Düdinger den Puck nicht aus der Gefahrenzone bugsieren können, und schliesslich erwischte Beuret den Freiburger Schlussmann in der nahen Ecke. Auch in der Folge vermochten die Gastgeber nicht ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. Der Spielaufbau funktionierte mehr schlecht als recht, immer wieder wurden riskante Quer- und Weitpässe geschlagen, die vorab beim Gegner landeten. Als in der 14. Minute auch noch Abplanalp auf die Strafbank wanderte, schien der Ausgleich noch weiter entfernt. Doch ausgerechnet in dieser Phase enteilte Dousse seinem Gegenspieler und schlenzte den Puck am machtlosen Dorthe vorbei in die Maschen (15.). Und als Abplanalp soeben von der Strafbank gekommen war, doppelte Braichet gleich nach.

Das Mitteldrittel konnten die Gastgeber gleich mit einem Mann mehr auf dem Eis beginnen. Es dauerte jedoch bis zur 25. Minute, ehe sie den Vorsprung ausbauen konnten. Erneut war Braichet beim 3:1 erfolgreich. Danach hatten die Sensler die Partie im Griff, ohne allerdings zu allzu vielen Tormöglichkeiten zu kommen. Bei einem Pfostenknaller Abgottspons (32.) mussten sie zudem das Glück des Tüchtigen in Anspruch nehmen. Etwas glücklich fiel dann auch der vierte Düdinger Treffer, als bei numerischer Überlegenheit ein Schuss Braichets via Ablenker von Zwahlen und Schlittschuh von Braaker den Weg ins gegnerische Tor fand. St-Imier wechselte danach seinen Torhüter aus, und vorerst hielt der neue Keeper sein Gehäuse denn auch sauber.

Im alten Fahrwasser

Was nun zu einem Schaulaufen hätte werden können, wurde für die Sensler im letzten Drittel zum mühsamen Abspulen der Zeit. Denn erneut verfielen die Düdinger in den letzten zwanzig Minuten ins ungenaue Passspiel und in riskante Angriffsauslösungen. Und immer wieder wurde es plötzlich vor Guggisberg gefährlich, als eigentlich die Bulls-Stürmer bereits in der Vorwärtsbegegnung einen Pass erwarteten. So plätscherte das Spiel gemächlich dahin, wobei die Berner ihrerseits selten ernsthaft gefährlich wurden. Sinnbildlich deshalb das letzte Tor der Bulls, als sich Verteidiger Bertschy nach erfolglosem Powerplay vor das gegnerische Tor wagte und dort den Puck irgendwie über die Torlinie murkste (58.). Es war das Ende einer von vielen Fehlzuspielen geprägten und spielerisch keine hohe Wellen werfenden Partie. Das Positive für Düdingen waren schlussendlich die drei Punkte.

Für Düdingens Trainer Thomas Zwahlen war der katastrophale Start in die Partie nicht überraschend: «Am Mittwoch lief es uns gegen diesen Gegner fast zu einfach. Wir wollten schön spielen, was aber gegen dieses Team äusserst schwierig ist.» Damit erklärte sich Zwahlen die zum Teil haarsträubenden Puckverluste im ersten Drittel. «Der Treffer in Unterzahl und das rasche zweite Tor leiteten den Umschwung ein», bilanzierte der Coach. «Was danach folgte, war ein gutes zweites Drittel mit Arbeitstoren und ein weniger gutes drittes Drittel. Aber St-Imier spielt für seine Möglichkeiten ein sehr effizientes System. Ihr unkontrolliertes Nachvornespielen des Pucks und das Nachsetzen in den Duellen an den Banden liegen uns nicht so besonders.»

Quelle: Markus Rudaz / Freiburger Nachrichten | Matchdetails: Regio-League

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