Bulls gewinnen bei Torfestival

Veröffentlicht: 28. Januar 2016 von cbaeriswyl in Saison 2015/2016, Spielbericht
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Im Nachtragsspiel der 7. Runde der 1.-Liga-Masterround kanterten die Düdingen Bulls gestern Servette II mit 9:4 nieder. Die Entscheidung in diesem torreichen, aber spielerisch schwachen Match fiel jedoch erst zu Beginn des letzten Drittels.

Die Gäste traten wegen vielen Verletzungen praktisch mit dem letzten Aufgebot in der Düdinger Eishalle an und zollten deshalb nicht ganz unerwartet im letzten Drittel ihren nachlassenden Kräften Tribut. Den Bulls genügte so am Ende eine Durchschnittsleistung, um nicht nur ihre Ungeschlagenheit in der Masterround zu verteidigen, sondern in der Tabelle Konkurrent Franches-Montagnes wegen dem besseren Torverhältnis wieder zu überholen. Trotz des Kantersiegs sah Bulls-Trainer Thomas Zwahlen nicht viel Positives von seinem Team; was schlussendlich zähle, seien die drei Punkte und die schöne Anzahl geschossener Tore. Servette seinerseits wird diese Zwischenrunde wohl so oder so auf Platz 5 oder 6 abschliessen und konnte so gesehen mit dieser Schlappe leben.

Tore fast immer im Doppelpack

So viele Tore in so kurzer Zeit gibt es auch im Eishockey nur ganz selten. Dreimal sahen die gut 300 Zuschauer jeweils zwei Tore innert einer Minute oder sogar weniger. Den Torreigen eröffneten die Einheimischen nach knapp einer halben Stunde durch Ludovic Roggo, der mit einem Schlagschuss Genfs Torhüter Rino Bernasconi zum ersten Mal bezwang. Als sich ein Teil der Fans schon Richtung Pausentee aufgemacht hatte, erhöhten die Bulls im Schnellzugstempo auf 3:0. Mit diesem scheinbar sicheren Vorsprung gegen ein bis dahin biederes Servette wähnten sich die Bulls wohl schon in falscher Sicherheit, was sich brutal rächen sollte. Ebenfalls innert ein paar Minuten glichen die Gäste das Skore bis zur Spielmitte aus, dies vorab dank ihrer starken Linie um Center Sébastien Gaehler. Dass Heimgoalie Damien Guggisberg bei den vier Gegentoren nicht immer bestens aussah, blieb am Ende nur eine Randnotiz. Diese drei Treffer hätten seine Mannschaft, die über weite Strecken lethargisch ans Werk ging, wohl wieder etwas aufgeweckt, sagte Zwahlen. Dank dem Tor des stark aufspielenden Simon Pedrizat 25 Sekunden vor dem zweiten Seitenwechsel konnten die Bulls doch wieder mit Zuversicht ins letzte Drittel gehen. Im Nachhinein sollte dieses Tor so etwas wie der Richtungswechsel für die Freiburger bedeuten.

Zu Beginn des letzten Abschnittes machte Düdingen mit einem erneuten Doppelschlag–diesmal trafen mit Séb Progin und Dominik Schmid zwei Youngsters–dann alles klar. Nach einem weiteren Gegentor von Mathieu Dousse zum 7:3 räumte Gästehüter Bernasconi seinen Platz und Ersatzmann Corentin Collaud durfte auch noch ein paar Minuten Spielpraxis sammeln. Ihm gelang es dann wenigstens, das «Stängeli» zu vermeiden. Allerdings nahmen die Bulls in den letzten Minuten sichtbar Tempo aus ihrem Spiel. Vielleicht wollte und konnte aber auch kein Sensler Spieler die obligate Kiste Bier bezahlen, die nach dem zehnten Tor im Mannschaftssport meistens fällig ist. Im gleichen Masse, wie sich der Heimklub mit zunehmender Spieldauer steigerte, liessen die Genfer auf der Gegenseite nach. Mit nur gerade zwei kompletten Blöcken lässt sich auf diesem Niveau eben kaum punkten. Auch deshalb sagte Thomas Zwahlen, dass es für sein Team gegen einen solchen dezimierten Gegner nicht leicht gewesen sei, richtig ins Spiel zu kommen.

Der Spruch eines Düdingers auf dem Rückweg zur Kabine–«Heute wäre ich lieber zu Hause geblieben, als so ein Mistspiel zu absolvieren»–sagt ziemlich alles über die Intensität dieser Partie aus. Im Lager des Siegers jedenfalls wird man sich auf diesen Sieg wenig einbilden, zu wenig zwingend waren die Aktionen in den gesamten 60 Minuten. Auch im Überzahlspiel bei fünf gegen drei haben die Bulls sicher noch Luft nach oben.

Quelle: Kurt Ming / Freiburger Nachrichten | Matchdetails: Regio-League

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