Im Schnellzugstempo ins Halbfinale

Veröffentlicht: 22. Februar 2016 von cbaeriswyl in Saison 2015/2016, Spielbericht
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Mit drei Siegen in Folge haben sich die Düdingen Bulls gegen Uni Neuenburg für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Auch im dritten Spiel am Samstag stellten die Freiburger das kompaktere Team und gewannen verdient mit 3:0.

Direktübertragung im regionalen Fernsehen, viele gut gelaunte Zuschauer, eine volle Pressetribüne–alles Zeichen, dass im 1.-Liga-Eishockey seit einer Woche die Playoffs begonnen haben. Wie allgemein erwartet setzte sich dabei das zweitplatzierte Düdingen rasch und diskussionslos gegen die robuste und kräftige Unimannschaft aus Neuenburg (Rang 7 nach der Qualifikation) durch.

In den beiden ersten Partien habe hauptsächlich der bessere Torwart entschieden, brachte ein sichtlich erleichterter Bulls-Trainer Thomas Zwahlen nach dem Spiel zum Ausdruck. Auch im dritten Duell am Samstag gehörte Yannic Aeby (25) wiederum zu den Besten seines Teams. Der dritte Sieg der Sensler fusste jedoch auf einer starken Mannschaftsleistung mit vielen Torchancen. Möglichkeiten, den Sack früher zuzumachen, hatte der Gastgeber eigentlich genug, aber auch Gästegoalie Lionel Favre zeigte sich von seiner besten Seite und hielt sein Team lange Zeit mit vielen guten Paraden im Spiel. Schlussendlich gewann dann mit Düdingen das insgesamt bessere Team, das sich in den 60 Minuten mehr gute Chancen herausgespielt hatte. Luft nach oben haben die Düdinger laut ihrem Trainer für die Zukunft jedoch noch in einigen Bereichen.

In jedem Drittel ein Tor

Fast wie immer in den Play-offs kommt dem ersten Tor eine grosse Bedeutung zu, und dies gelang den Einheimischen nach acht Minuten: Eine schöne Passfolge über Maïc Spicher schloss Jérémy Sturny kaltschnäuzig ab und brachte damit seine Mannschaft in einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Vorteil. Denn nun mussten die Neuenburger wiederum einem Rückstand nachrennen, und dies gegen eine in den Playoffs überzeugende Düdinger Defensive, die auch an diesem Tag kaum etwas zuliess. Die mit nur drei Blöcken agierenden Gäste hatten entsprechend viel Mühe, zu Chancen zu kommen, und ihre wenigen Abschlussversuche waren bei Aeby bestens aufgehoben. Anfang des Mitteldrittels nutzten die Bulls dann ein Powerplay, um vorentscheidend mit 2:0 in Front zu gehen. Mathieu Dousse stand dabei goldrichtig, um das Zuspiel von Verteidiger Damian Roggo im Tor zu versenken.

Nach diesem Tor kam auch Neuenburg zu ein paar gefährlichen Kontern, ein Anschlusstor wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, auch wenn die Bulls ihrerseits Chancen für weitere Tore hatten. Die endgültige Entscheidung fiel dann zehn Minuten vor Schluss, als Valentin Catillaz aus einem Gewühl vor dem Tor heraus das 3:0 erzielte. «Dieses Tor hat uns gut getan, denn ein 2:1 hätte dem auch diesmal guten Gegner wohl nochmals Mumm gegeben», zog Zwahlen eine doch positive Bilanz. Der Schluss der Partie habe ihm nicht mehr so gut gefallen, aber der nun dezimierte Gegner habe in dieser Phase seinem Team zum Glück nicht mehr alles abverlangt. Schade, dass die Gäste, nachdem die ansonsten faire Serie entschieden war, sich noch zu der einen oder anderen unschönen Szene hinreissen liess und sich so als schlechter Verlierer aus der diesjährigen Meisterschaft verabschiedete.

Siders wäre ein Wunschgegner

Wegen den drei schnellen Siegen kommen die Sensler im Gegensatz zu ihren Playoff-Konkurrenten nun in den Genuss einer spielfreien Woche, ehe es dann am kommenden Samstag zu Hause mit dem Halbfinal weitergeht. Dies sei sicher ein kleiner Vorteil, denn bis dann käme möglicherweise der eine oder andere verletzte Spieler zurück, sagt Zwahlen. Er hofft zudem, in den kommenden Spielen wieder auf Elitespieler Gottérons (die im Moment ebenfalls in den Playoffs engagiert sind) zurückgreifen zu können, um wieder vermehrt mit vier Sturmreihen anzutreten. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird man im Halbfinal auf Franches-Montagnes treffen, Wunschkanditat bei den Bulls wäre jedoch der HC Siders: «Gegen die Walliser gäbe es in beiden Hallen viele Zuschauer und somit eine gute Ambiance.» So wie sich die Sensler gegen Uni Neuenburg präsentiert haben, brauchen sie jedenfalls keinen Gegner zu fürchten. Das Team hat die spielerischen und taktischen Möglichkeiten, um–wenn nötig–einen Gang hochzuschalten. Und hinten, wo die meisten engen Partien entschieden werden, steht man im Moment bombensicher. Nur vier Gegentore in drei Spielen sprechen da eine ziemlich deutliche Sprache. Gegner Uni Neuenburg seinerseits muss sich keine grossen Vorwürfe machen, das Team hat mit seinen (beschränkten) offensiven Möglichkeiten fast das Optimale herausgeholt, traf aber in dieser Serie ganz einfach auf einen in fast allen Belangen besseren Gegner.

Quelle: Kurt Ming / Freiburger Nachrichten | Matchdetails: Regio-League

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