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Bulls verlieren erstes Kehrausspiel

Veröffentlicht: 19. Februar 2018 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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Die Düdingen Bulls haben am Samstag das erste Spiel der Relegationsrunde der MySports League verloren. Die Sensler verloren zu Hause gegen Neuenburg 3:6. Die Tore für Düdingen erzielten Luca Knutti und Jonas Braichet (2). Die Niederlage hat sportlich keine Bedeutung für die beiden Teams: Neuenburg steht bereits als Absteiger fest, die Bulls haben den Ligaerhalt auf sicher. Dennoch müssen die Düdinger noch fünf weitere Spiele in der Relegationsrunde absolvieren – das nächste am Mittwochabend in Chur.

Im wichtigsten Moment nicht bereit

Veröffentlicht: 5. Februar 2018 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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Das ging ins Auge: Joël Sassi (l.) und Sandro Abplanalp müssen mit den Düdingen Bulls in die Abstiegsrunde.

Mit einer schwachen Leistung bei der 1:7-Niederlage auswärts gegen Angstgegner Thun hat Düdingen in der MySports League seine guten Playoffchancen verspielt. Die Bulls müssen in die Abstiegsrunde.

Die Partie war noch keine Minute alt, da lagen die Düdinger bereits mit einem Tor in Rückstand. Es war genau der Anfang, den man gegen einen ungeliebten Gegner vermeiden müsste. Und hatte Düdingens Trainer Thomas Zwahlen nach dem Videostudium der bisherigen Partien noch ausgemacht, dass sein Team gegen Thun jeweils zu wenig energisch in die Zweikämpfe ging, so war das beim frühen Gegentreffer abermals der Fall. Mit einem Dribbling verlor Topskorer Joël Sassi im gegnerischen Drittel den Puck, an der Bande vermochte Verteidiger Sandro Nussbaumer den Puck mehrmals nicht zu kontrollieren, und schlussendlich wurde auch Goalie Fabian Zaugg mit einem präzisen Schuss kalt geduscht. In der Folge war das Geschehen zwar ausgeglichen. Trotzdem hatte man nie den Eindruck, dass in der Sensler Mannschaft wirklich jenes Feuer brannte, das es gebraucht hätte, um diesem Spiel eine andere Richtung zu geben.

Doppelschlag bereits die Entscheidung

Und offenbar fand das Düdinger Trainergespann in der ersten Pause ebenfalls nicht die richtigen Worte. Denn innert 19 Sekunden erhöhten die Thuner in der 24. Minute auf 3:0. Thomas Zwahlen nahm danach sein Timeout, versuchte nochmals, seine Schützlinge wachzurütteln. Allerdings ohne Erfolg: Eine Minute später lag der Puck bereits wieder hinter dem bemitleidenswerten Düdinger Torhüter.

Die Bulls machten den Eindruck, dass sie gar nie wirklich daran glaubten, diesen Gegner bezwingen zu können. Schade, den drückend überlegen war er nun wirklich nicht. Doch die Berner Oberländer wussten sich immer wieder gut zu positionieren. Und waren vor allem im Slot um Längen präsenter als die Düdinger. Immer wieder kamen sie völlig frei zum Schuss – und für einmal gelang es auch Torhüter Fabian Zaugg nicht, sein Team mit Big Saves im Spiel zu halten. Zu oft konnte der Gegner seelenruhig den Schuss abgeben.

Das letzte Drittel hätte man sich eigentlich schenken können. Einerseits blieben die Düdinger in der Offensive erschreckend harmlos, und die dezimierte Verteidigung liess dem Gegner allzu viel Platz vor dem eigenen Tor.

Totomat brachte Enttäuschung

Und der Blick auf den Totomat verhiess wenig Gutes: Basel und Seewen, die direkten Konkurrenten um den letzten Playoffplatz, traten ganz anders auf und stürzten mit ihren Siegen Düdingen endgültig ins Elend. Dem Duo Abplanalp/Sassi gelang kurz vor Ende der Partie doch noch der Ehrentreffer zum 1:7 – es blieb aber der einzige kleine positive Punkt an einem tris­ten Eishockeyabend.

Auch Düdingens Trainer Thomas Zwahlen war nach dem Spiel sehr enttäuscht: «Ich weiss nicht, wieso meine Mannschaft heute so auseinandergefallen ist. Der enorm frühe Rückstand trug nicht gerade zum Aufbau von Selbstvertrauen bei.» Schon die erste Linie sei nicht auf Touren gekommen, meinte Zwahlen, aber auch seine weiteren Linien hätten kaum etwas zustandegebracht. «Erneut verloren wir praktisch jeden Zweikampf. Vor unserem Tor waren wir kaum präsent, und offensiv hatten wir absolut keine Durchschlagskraft», bilanzierte Zwahlen. Kein Spieler habe für das Team einen Sondereffort erbracht – das sei enttäuschend.

Abstiegsrunde ist Tatsache

Nun müssen die Düdinger in die Abstiegsrunde, die wie die Playoffs in zwei Wochen beginnt. Zweimal spielen die vier Teams unter dem Strich (Düdingen, Basel, Chur, Neuenburg) noch gegeneinander. Die sechs Spiele sind aber sportlich irrelevant. Das inferiore Schlusslicht Neuenburg hat bereits 21 Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten Chur. Da die Punkte aus der Qualifikation in die Abstiegsrunde mitgenommen werden und am Ende der Letzte absteigt, ist bereits jetzt klar, dass es Neuenburg treffen wird. Trotzdem sieht es im Moment danach aus, dass die Abstiegsrunde dennoch durchgeführt wird, weil gewisse Sponsorenverträge erfüllt werden müssen. Sorgen um den Ligaerhalt brauchen sich die Düdinger in der Abstiegsrunde zwar keine zu machen, die Aussicht auf sechs bedeutungslose Spiele ist aber wenig erbauend.

Immerhin ein Lichtblick bleibt den Bulls in dieser Saison noch: Am kommenden Sonntag spielen sie in der letzten Runde der Cup-Qualifikation gegen Neuenburg. Mit einem Sieg und dem damit verbundenen Einzug in den Schweizer Cup könnten sie wenigstens einen Teil ihrer Saison retten.

Telegramm
Thun – Düdingen 7:1 (1:0; 4:0; 2:1)

Grabengut. – 506 Zuschauer. – SR: Leimgruber (Zimmermann, Pfister). Tore: 1. (0:34) Boss (Studerus, Rossel) 1:0. 24. (23:28) Eicher (Boss, Rossel) 2:0. 24. (23:47) Bärtschi (Reymondin, Lüthi) 3:0. 28. Studerus (Rossel, Eicher) 4:0. 34. Keller (Reymondin, Lüthi; Ausschluss Dousse) 5:0. 42. Bärtschi (Lüthi) 6:0. 52. Gugelmann 7:0. 58. Abplanalp (Sassi) 7:1. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Thun, 2-mal 2 Minuten gegen Düdingen.

EHC Thun: Schmid; Studerus, Kaufmann; St. Keller, Bigler; Steiner, M. Keller; Weber; Boss, Rossel, Eicher; Reymondin, Lüthi, Bärtschi; Kohler, Gugelmann, Lorenz.

HC Düdingen Bulls: Zaugg; Nussbaumer, Zwahlen; Bertschy, D. Roggo; Knutti; Abplanalp, Sassi, Fleuty; Dousse, Fontana, Kessler; Langel, Krebs, Bussard; Chassot, Perdrizat, K. Roggo.

Bemerkungen: Düdingen ohne die verletzten Braichet, Spicher, Thom, Blanchard und Hayoz. – Pfostenschuss Rossel (28.). – 27. Timeout Düdingen.

Quelle: Markus Rudaz / Freiburger Nachrichten

Die Bulls schnuppern an der Playoff-Luft

Veröffentlicht: 29. Januar 2018 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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Kevin Fleuty (rechts) und die Düdingen Bulls haben vor dem letzten Qualifikationsspiel ihr Schicksal in den eigenen Händen.

Mit einem hart erkämpften 6:5-Heimerfolg gegen Mitkonkurrent Seewen kletterten die Düdingen Bulls in der MySports League vor dem letzten Spiel über den Playoff-Strich. Nun wartet am Samstag in der alles entscheidenden Partie Angstgegner Thun.

Die eminent wichtige Partie gegen Seewen hätte am Samstag für die Sensler kaum besser beginnen können: Bereits nach 22 Sekunden lag der Puck hinter Gästehüter Schweiger im Tor: Sandro Abplanalp hatte einen Querpass glücklich abgelenkt. Von diesem Treffer beflügelt, gingen die Düdinger ab wie die Feuerwehr. Seewen wusste kaum mehr, wo hinten und vorne war – die Düdinger sausten den Zentralschweizern nur so um die Ohren. Allerdings übertrieben es die Sensler zuweilen mit dem Schönspiel. In die Sparte Pleiten, Pech und Pannen war schliesslich die Aktion von Topskorer Joël Sassi in der 9. Minute einzureihen, als er das völlig offene Tor nicht traf. Und plötzlich war der ganze Schwung der Düdinger wie weggeblasen. Zudem kassierte man immer wieder absolut unnötige Strafen.

Und Seewen erwies sich als äusserst powerplaystark. Gleich den ersten Ausschluss der Sensler nutzten sie – wenn auch mit einem kuriosen Tor aus dem Gewühl heraus – zum Ausgleich. Nun waren es die Düdinger, die grösste Mühe hatten, ihr Spiel zu ordnen. Auch im Powerplay wollte ihnen rein gar nichts mehr gelingen. Da fehlte immer wieder der direkte Zug auf das Tor, wurde an den Rändern die Scheibe wie eine heisse Kartoffel herumgereicht. Anders Seewen: Als Sandro Nussbaumers Strafe soeben abgelaufen war, gingen die Gäste erstmals in Führung. Bezeichnend, dass einmal mehr, trotz mehreren Möglichkeiten, bei Düdingen niemand den Puck aus dem eigenen Drittel zu befördern vermochte.

Achterbahn der Gefühle

Zum Mitteldrittel erschienen die Gastgeber wieder etwas gefestigter. Schliesslich war es erneut Sandro Abplanalp – von Captain Michel Zwahlen mustergültig an der blauen Linie lanciert –, der dem gegnerischen Hüter keine Abwehrchance liess. Und nur gut eine Minute später zogen die Düdinger ihrerseits dank einem Stochertor von Simon Perdrizat wieder eine Länge in Front. Doch wegen zwei Undiszipliniertheiten wurden kurz danach gleich zwei Düdinger in die Kühlbox geschickt. Als die zweite Strafe noch lief, bejubelten die Schwyzer den Ausgleich – und profitierten nur eine Minute später von einer weiteren Unsportlichkeit durch Kilian Roggo zur abermaligen Führung. Doch in diesem Spiel, in dem bei beiden Teams helle wie dunkle Phasen sich in munterer Folge abwechselten, war es nur logisch, dass wieder der Ausgleich fallen würde. Allerdings war das Zustandekommen für die Sensler äusserst glücklich. Sie konnten nämlich während fast zwei Minuten mit zwei Spielern mehr agieren. Doch erneut fehlte die zündende Idee im Abschluss. Der Ausgleichstreffer fiel schliesslich durch ein Eigentor eines Gästeverteidigers, dessen Schlittschuh einen Querpass ins Tor abgelenkte. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul.

Doppelschlag brachte Vorentscheidung

Die rund 350 Zuschauer – darunter lautstarke und trommelnde Fans aus der Zentralschweiz – konnten somit auf ein spannendes Schlussdrittel hoffen. Allerdings begann das für die Sensler mit einem äusserst unerfreulichen Ausfall: Wohl mit einer Muskelzerrung im Bein humpelte Routinier Ludovic Hayoz vom Eis. Die ohnehin dünn besetzte Verteidigerbank wurde damit weiter geschmälert. Die verbleibenden Spieler machten jedoch das Beste aus der Situation und hatten sich punkto Einsatz absolut nichts vorzuwerfen. Schön, wie der nach seiner RS immer besser in Fahrt kommende Benjamin Bussard in der 48. Minute zweimal nachsetzte und schliesslich dem Seewener Verteidiger den Puck abluchste und aus spitzestem Winkel auch noch Hüter Schweiger bezwang. Und wenig später zeigten die Düdinger endlich einen ihrer gefürchteten Konter: Joël Sassi verwertete schliesslich den ideal getimten Querpass von Kevin Fleuty (52.). Damit war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Insbesondere auch, weil sich die Düdinger nun disziplinierter verhielten und sich keine Strafen mehr einhandelten. Allerdings wurde die Schlussminute doch noch zur Zitterpartie, weil Seewens Topskorer Zurkirchen in der zweitletzten Spielminute mit einem satten Schuss von der blauen Linie der Anschlusstreffer gelang. Mehr liessen die Düdinger jedoch nicht mehr zu.

Wer hätte das im November gedacht?

Auch für das Trainer-Duo Thomas Zwahlen/Max Dreier war dieses kapitale Spiel an die Substanz gegangen: «Ja, es war auch für uns extrem intensiv», sagte Thomas Zwahlen nach dem Spiel, «zum Schluss hätte die Partie auf die eine oder andere Seite kippen können. Erfreulicherweise hatten wir das Glück auf unserer Seite. Aber dass wir nach dem guten Beginn plötzlich derart den Faden verloren, verstehe ich nicht. Es ist aber ein Spiegelbild der gesamten Saison.» Zwahlen ärgerte sich zwar über gewisse Undiszipliniertheiten in seinem Team, und der Ausfall Hayoz’ war für den Teamverantwortlichen der Wermutstropfen im Ganzen. «Aber wenn wir denken, wo wir im November standen und dass wir jetzt sogar über den Playoffstrich klassiert sind, wer hätte das geglaubt?» Nun wird sich alles im letzten Meisterschaftsspiel am Samstag in Thun entschieden. Zwahlen gibt sich kämpferisch: «Thun lag uns bisher nicht. Dieses physische, zuweilen auch schmutzige Spiel mögen wir gar nicht. Aber wir haben inzwischen auch viel gelernt und unser Spiel leicht verändert. So hoffe ich doch, dass wir die Thuner erstmals in dieser Saison bezwingen können.»

Telegramm
Düdingen – Seewen 6:5 (1:2; 3:2; 2:1)

Eisbahn Sense-See. 341 Zuschauer. SR: Boujon Humair, Jean-Mairet. Tore: 1. (0:22) Abplanalp (Sassi, Fleuty) 1:0 11. Schöni (Scheiber, Bettinaglio ; Ausschluss Krebs) 1:1; 18. Scheiber (Bettinaglio, Portmann) 1:2; 27. Abplanalp (Zwahlen) 2:2; 28. Perdrizat (Dousse) 3:2; 31. Schön (Scheiber, Dünner; Ausschluss Nussbaumer) 3:3; 32. Zurkirchen (Schnüriger; Ausschluss Roggo) 3:4; 39. Sassi (Ausschlüsse End, Schmidig) 4:4; 48. Bussard 5:4; 52. Sassi (Fleuty, Zwahlen) 6:4; 59. Zurkirchen (Schnüriger, Schmidig; ohne Torhüter) 6:5.

Strafen: 9-mal 2 Minuten gegen die Bulls, 9-mal 2 Minuten gegen Seewen.

HC Düdingen Bulls: Zaugg; Bertschy, Zwahlen; Hayoz, D. Roggo; Nussbaumer; Thom; Abplanalp, Sassi, Fleuty; Langel, Krebs, Bussard; Dousse, Perdrizat, Knutti; K. Roggo.

EHC Seewen: Schweiger; Schnüriger, Büeler; Lanz, Holdener; Dünner, Suter; End; Schmidig, Christen, Zurkirchen; Marzan, Bettinaglio, Schön; Wellinger, Riatsch, Fries.

Bemerkungen: Düdingen ohne Fontana, Braichet, Spicher, Blanchard sowie ab 43. Minute ohne Hayoz (alle verletzt). 59. Timeout Seewen. Seewen von 58:05 bis 58:59 und ab 59:20 ohne Hüter.

Die weiteren Spiele: Brandis – Sion-Nendaz 5:4 n.V. Dübendorf – Basel-Kleinhüningen 3:2. Thun – Star Forward Lausanne-Morges 6:3. Chur – Bülach 5:2. Wiki-Münsingen – Uni Neuenburg 6:1.

Quelle: Markus Rudaz / Freiburger Nachrichten