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Die nächste bittere Niederlage für die Bulls

Veröffentlicht: 20. November 2017 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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In der MySports League unterlagen die Düdingen Bulls zu Hause Thun mit 3:4. Es war die siebte Niederlage in Serie.

Ganz am Ende geriet die Partie in der MySports League zwischen Düdingen und Thun noch aus dem Ruder. Gästehüter Stephan Küenzi wurde von Bulls-Stürmer Sandro Abplanalp über den Haufen gefahren, es folgte eine Rudelbildung mit dem Resultat, dass der Düdinger wegen angeblicher Schiedsrichterberührung und der Berner Manuel Neff wegen obszöner Gesten vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden. Schliesslich erhielt der Düdinger Yann Langel nach Spielende für ein paar unschöne Worte ebenfalls noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Es war der unrühmliche Schlusspunkt einer umkämpften Partie, in der die Berner Gäste das bessere Ende für sich behielten. Nachdem die Bulls einen 1:3-Rückstand nach 21 Minuten dank dem zweiten Powerplay-Treffer von Abplanalp und einem Shorthander von Kevin Fleuty im Mitteldrittel wettgemacht hatten, erzielte Yves-Luca Lorenz in der 47. Minute das Tor zum 4:3-Sieg von Thun.

Für die Bulls war es die siebte Niederlage en suite und nicht die erste mit nur einem Tor Differenz. «Vor dem Hintergrund, dass wir im letzten Drittel 13:4 Schüsse verzeichnen konnten, ist diese Niederalge besonders bitter», sagt Verteidiger Michel Zwahlen. «Über das ganze Spiel waren wir das bessere und aktivere Team. Aber wenn es nicht will, dann will es halt nicht…» Die vielen Niederlagen würden schon ein wenig auf die Moral schlagen, räumt der Captain der Bulls ein. «Aus den letzten Jahren sind wir Besseres gewöhnt. Damals haben wir Siege aneinandergereiht. Aber wir müssen unsere aktuelle Situation als Herausforderung sehen und sie annehmen.» Seine Mannschaft spiele ja nicht schlecht und sei oftmals am Gegner dran, am Ende würden jedoch Details zuungunsten der Bulls den Ausschlag geben. «In dieser Liga kommen die kleinen Details eben noch mehr zum Tragen. Wir sind immer noch in der Findungsphase. Ein wichtiger Punkt ist, dass wir mehr Schüsse blocken. Jeder Schuss vom Gegner gibt die Möglichkeit zu einem Rebound.» Laut Zwahlen fehle es zuweilen an der Opferbereitschaft. Im Gegenzug müsse seine Mannschaft auch mehr Pucks auf das gegnerische Tor bringen und sie auch mal ablenken, so wie es die Konkurrenz immer wieder tue.

Zwölf Punkte beträgt der Rückstand der Bulls auf den Strich. Die Playoffs hat Zwahlen deshalb noch lange nicht abgeschrieben. «Wir spielen gegen viele Teams noch zwei- oder dreimal. In den Direktbegegnungen gibt es noch viele Punkte zu holen. Solange wir im Teletext nicht rot sind, glauben wir daran. Jedes Team hat einmal ein Loch. Ich hoffe unseres ist jetzt vorbei.» Die Mannschaft lebe jedenfalls noch, das sei das Wichtigste.

Bereits morgen Dienstag kann sie das im Cup-Qualifikationsspiel in Yverdon unter Beweis stellen.

Telegramm
Bulls – Thun 3:4 (1:2, 2:1, 0:1)

Eisbahn Sense-See. 293 Zuschauer. SR: Paroz, Francey/Humair. Tore: 6. Abplanalp (Perdrizat, Hayoz/Ausschluss Eicher) 1:0. 8. Reymondin (Kohler) 1:1. 14. Reymondin (Lüthi, Neff/Ausschluss Bertschy) 1:2. 21. Eicher (Lorenz) 1:3. 28. Abplanalp (Sassi/Ausschluss Steiner) 2:3. 37. Fleuty (Zwahlen/Ausschluss Knutti!) 3:3. 47. Lorenz (Neff) 3:4.
Strafen: 4-mal 2 Min. plus 10 Min. gegen Bertschy (Check gegen den Kopf), Matchstrafe gegen Abplanalp (Schiedsrichterberührung) und Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Langel (Reklamieren) für die Bulls, 11-mal 2 Min. plus 10 Min. gegen Neff (unsportliches Verhalten), Matchstrafe gegen Neff (andere Vergehen) für Thun.
Düdingen Bulls: Zaugg; Zwahlen, Bertschy; Hayoz, D. Roggo; Blanchard, Nussbaumer; Braichet, Fontana, Dousse; Fleuty, Sassi, Abplanalp; Langel, Krebs, Kessler; Perdrizat, Knutti, K. Roggo.
EHC Thun: Küenzi; Keller, Studerus; Steiner, Keller; Weber, Kaufmann; Bigler; Lorenz, Rossel, Eicher; Neff, Reymondin, Lüthi; Bärtschi, Gugelmann, Boss; Kohler.

Quelle: Frank Stettler / Freiburger Nachrichten 

Der nächste bittere Abend für die Bulls

Veröffentlicht: 16. November 2017 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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Ludovic Hayoz und Düdingen sind einmal mehr bedient.

Düdingen hat gestern Abend in der MySports League die sechste Niederlage in Folge kassiert. Die Sensler verloren in Seewen 2:3, nachdem sie bis gut drei Minuten vor Schluss 2:1 geführt hatten.

Was es heisst, in einer Negativspirale zu sein, bekommen die Düdingen Bulls derzeit auf brutale Weise zu spüren. Nach fünf Niederlagen in Folge waren sie gestern in Seewen nahe am Befreiungsschlag. 3:16 Minuten fehlte den Senslern zum Sieg. Den Fehlstart mit einem Gegentor in der zweiten Minute steckten die wacker kämpfenden Düdinger weg. Durch Tore von Mathieu Dousse und Luca Knutti drehten sie das Spiel im Mitteldrittel. Als Seewen zwischen der 28. und 39. Minute drei Zweiminuten-Strafen kassierte, verpassten es die Gäste aber, in Überzahl für die Vorentscheidung zu sorgen.

Dennoch schien Düdingen die Führung über die Zeit zu bringen und mit einem wichtigen Sieg den Anschluss an die Playoff-Ränge nicht gänzlich zu verlieren. Doch mit einem Doppelschlag innert 57 Sekunden sorgte Seewen dafür, dass Düdingen die Heimreise doch einmal mehr mit leeren Händen in Angriff nehmen musste. In der 57. Minute traf zunächst Nino Marzan zum Ausgleich, ehe Claudio Zurkirchen mit seinem zehnten Saisontor der Siegtreffer gelang.

Telegramm
Seewen – Düdingen 3:2 (1:0, 0:2, 2:0)

Kunsteisbahn Zingel, Seewen. 512 Zuschauer. SR: Pascal Hungerbühler.
Tore: 2. (1:42) Marzan 1:0. 21. (20:23) Dousse (Braichet) 1:1. 26. Knutti (Hayoz, Ausschluss Fries) 1:2. 57. (56:44) Marzan (Christen) 2:2. 58. (57:41) Zurkirchen (Büeler) 3:2.
Düdingen Bulls: Zaugg; Zwahlen, Bertschy, D. Roggo, Hayoz, Blanchard, Spicher, Nussbaumer, Braichet, Fontana, Dousse, Langel, Abplanalp, Fleuty, Sassi, Krebs, Kessler, Knutti, Perdrizat, K. Roggo.

Quelle: fm/Freiburger Nachrichten

Düdingens Warten auf den Erfolg

Veröffentlicht: 13. November 2017 von cbaeriswyl in Saison 2017/2018, Spielbericht
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Der Düdinger Jonas Braichet versucht den Puck zu kontrollieren.

Viel Aufwand, wenig Ertrag: Die Düdingen Bulls haben am Samstag in der Swiss Regio League beim EHC Chur mit 2:5 verloren. Nach der fünften Niederlage in Folge ist der Rückstand auf die Playoffplätze weiter angestiegen.

In der MySports League sind nicht nur die Gegner stärker als in der 1. Liga, sondern auch die Reisefahrten zu den Spielen länger. Beides bekamen am Samstag die Düdingen Bulls zu spüren: Als die Sensler Amateure von ihrem Match in Chur heimkehrten, war es bereits halb drei Uhr morgens. Und als sie aus dem Car ausstiegen, taten sie es mit leeren Händen. Einer starken Bündner Mannschaft hatten sie tapfer Paroli geboten, am Ende aber doch 2:5 verloren.

Pech und Nachlässigkeiten

Es war ein spannendes und unterhaltsames Duell, das sich Chur und Düdingen am Samstagabend lieferten. Beide Teams starteten engagiert in die Partie und waren bemüht, das Zepter an sich zu reissen. Die Bulls hatten einige gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, wegen einer Nachlässigkeit in der Defensivzone gerieten sie aber doch in Rückstand. In der 6. Minute standen sie nicht nahe genug bei den gegnerischen Spielern und kassierten aus einer an sich wenig zwingenden Situation heraus das 0:1. Kurz vor der ersten Pause konnte Düdingen dank eines Powerplay-Tores von Kevin Fleuty dann doch jubeln. Der 1:1-Ausgleich war die logische Folge der zu diesem Zeitpunkt spielerischen Überlegenheit der Bulls.

«Im zweiten Drittel machten wir uns das Leben mit blöden Strafen selber schwer», ärgerte sich Düdingens Trainer Thomas Zwahlen. «Wir kassierten zwar kein Tor in Unterzahl, mussten uns aber immer wieder ins Spiel zurückkämpfen.» Hinzu kam in der 26. Minute noch eine Portion Pech, als ein Schuss via Schoner von Düdingens Goalie Fabian Zaugg und dem Körper eines Churer Spielers im Netz landete. Und nur vier Minuten später ermöglichte man mit einem ärgerlichen Scheibenverlust den Bündnern einen Konter zum 3:1. Die Bulls liessen sich von diesen Rückschlägen nicht entmutigen, spielten weiter aggressiv und erhöhten den Druck. Der Anschlusstreffer durch Michel Zwahlen in Überzahl war der verdiente Lohn.

Anfällig auf Konter

Der Jubel der Gäste war allerdings kaum verstummt, da schlug es erneut hinter Goalie Zaugg ein. «Eigentlich wollten wir auf Konter spielen, kassierten aber bereits zum zweiten Mal ein Gegentor durch einen Konter», kommentierte Zwahlen das Verhalten seiner Spieler, die beim 2:4 wiederum zu hoch standen. Für den vierten Bündner Treffer zeichnete sich Lukas Sieber – der ehemalige Schweizer Internationale –aus, Alban Rexha, seines Zeichens langjähriger NLA-Stürmer bei den Langnau Tigers, liess sich ein Assist notieren. Neben den beiden stehen noch einige andere nationalligaerprobte Spieler in den Reihen von Chur, das nach einem misslungenen Saisonstart lange deutlich unter Wert klassiert war. Der Sieg gegen Düdingen war indes bereits der fünfte Erfolg in den letzten sechs Begegnungen, womit die Bündner in der Tabelle einen Sprung auf Rang sieben gemacht haben.

Im letzten Drittel versuchten die Bulls den Zweitorerückstand aufzuholen, Möglichkeiten dazu waren durchaus vorhanden. Einsatzmässig hatten sich die Gäste nichts vorzuwerfen, in Sachen Effizienz vor dem Tor allerdings schon. «Aufgrund unserer Chancen und der Spielanteile hätten wir mindestens einen Punkt verdient», bilanzierte Zwahlen. «Aber so läuft es eben, wenn es nicht läuft. Dann will der Puck einfach nicht rein.» Düdingen setzte in der Schlussphase nochmals alles auf eine Karte und nahm den Torhüter vom Eis. Doch wie meistens in solchen Situationen landete die Scheibe im verlassenen Gehäuse (60.).

Ungewohnte Situation

Die 5:2-Niederlage in Chur war für Düdingen bereits die fünfte Pleite in Serie, der Abstand auf den Playoffstrich beträgt inzwischen sieben Zähler. Für die erfolgsverwöhnten Bulls eine ungewohnte Situation. «Ich habe immer gesagt, dass wir in der neuen Liga um einen Playoffplatz kämpfen müssen,» sagte Trainer Zwahlen. «Einige Spieler sahen das allerdings etwas anders, was irgendwie nachvollziehbar ist, wenn man in den letzten zehn Jahren immer in den Top-4 klassiert war.» Man habe im Team darüber gesprochen, und inzwischen sei jedem klar, wo­rum es geht. «Die Spieler haben den Kampf angenommen, das hat man in Chur gesehen. Wir haben auch unser Spielsystem etwas verändert, agieren nun defensiver und lauern mehr auf Konter. Es braucht noch etwas Zeit, bis alle unser neues System adaptiert haben.» Man sei aber auf gutem Weg, das hätten die letzten Spiele gezeigt. Jetzt müsse möglichst eine Siegesserie her, damit man auch punktemässig aufholen könne.

Die nächste Chance, eine Erfolgsserie zu starten, bietet sich den Senslern am kommenden Mittwoch beim EHC Seewen (Spielbeginn 20.15 Uhr). Die achtplatzierten Solothurner weisen sieben Punkte Vorsprung auf die Bulls auf. «Das wird ein ganz wichtiger Strichkampf für uns», blickt Zwahlen voraus. «Da müssen wir unbedingt punkten, damit der Abstand zu den Playoffplätzen nicht weiter anwächst.»

Telegramm
Chur – Düdingen 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)

Kunsteisbahn Obere Au. – 715 Zuschauer. Tore: 6. Arpagaus (Ehinger, Pfennich) 1:0. 19. Fleuty (Hayoz, Perdrizat; Ausschluss Sieber) 1:1. 26. Infanger (Horber, Engler) 2:1. 30. Infanger (Engler, Horber) 3:1. 37. Zwahlen (Bertschy, Dousse; Ausschluss Schaub) 3:2. 39. Sieber (Pozzorini, Rexha) 4:2. 60. Infanger (Rexha) 5:2 (ins leere Tore). Strafen: 10-mal 2 Minuten gegen Chur, 7-mal 2 Minuten gegen Düdingen.
EHC Chur Capricorns: Bearth; Arpagaus, Engler, John, Morandi, Schaub, Stieger, Urech; Bigliel, Bossi, Bucher, Ehinger, Horber, Infanger, Lampert, Pfennich, Pozzorini, Rexha, Scherrer, Sieber.
HC Düdingen Bulls: Zaugg; Bertschy, Blanchard, Hayoz, Nussbaumer, D. Roggo, Spicher, Thom, Zwahlen; Abplanalp, Braichet, Dousse, Fleuty, Fontana, Kessler, Krebs, Knutti, Langel, Perdrizat, K. Roggo, Sassi.

Quelle: Michel Spicher / Freiburger Nachrichten