Mit ‘Frank Stettler’ getaggte Beiträge

Kevin Fleuty und die Bulls haderten am Samstag mit den Schiedsrichtern.

Die Siegesserie der Bulls in der Swiss Regio League ist gerissen. Die Düdinger verloren bei Wiki unglücklich in der Overtime.

Bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit führten die Düdingen Bulls bei Wiki-Münsingen mit 3:2, und alles schien auf den siebten Erfolg de suite hinzudeuten. Dann jedoch schickte der Unparteiische den Düdinger Joel Sassi in die Kühlbox. «Ich habe mir die Szene nochmals auf Video angeschaut. Das war niemals ein Foul», sagt Bulls-Trainer Thomas Zwahlen. Den Bernern war das selbstredend egal. Sie erzielten 42 Sekunden vor der Sirene ihr drittes Powerplaytor zum späten Ausgleich, der laut Zwahlen nicht hätte fallen dürfen: «Zuvor gab es eine Offside-Situation. Auch das sieht man im Video klar.» Sein Team sei dermassen aufgebracht gewesen, dass kam, was kommen musste: In der Overtime schoss Cyril Kormann die Gastgeber noch zum Sieg.

Nicht zum ersten Mal

Der Ärger von Zwahlen ist gross und gilt dem Schiedsrichter. «Er hatte uns schon in Bülach kurz vor Ende eine Strafe wegen Reklamierens aufgebrummt, dabei hatte Abplanalp damals nur mit den Achseln gezuckt.» Der Unparteiische sei ganz klar spielentscheidend gewesen. «Wiki spielt hart, kriegt aber nur eine Strafe wegen Reklamierens, wir hingegen sieben.»

So sei ihnen letztlich nur der eine Punkt geblieben. «Trotzdem war es ein gutes Spiel von unserer Seite.»

Obwohl die Siegesserie der Düdinger damit gerissen ist, der Wandel des Teams im Vergleich zum Saisonbeginn ist eindrücklich. «Wir haben immer gut gearbeitet», sagt Zwahlen. «Die Taktik stimmte, das System war gut. Es fehlte einzig an der Umsetzung.» Nie habe alles zusammengepasst: «Waren die Verteidiger auf der Höhe, war das nicht der Fall bei den Stürmer oder umgekehrt. Das Momentum, das gute Gefühl, das jeder Sportler braucht, war nicht da.» Man habe aber immer nach neuen Wegen gesucht, um aus dieser Situation rauszukommen. «Letztlich waren es die Leader, die das Team zu dem gemacht haben, das es heute ist.» Entscheidend sei zudem gewesen, dass der Vorstand Ruhe bewahrt habe, erklärt Zwahlen.

Seit die Bulls nach dem Motto «defense first» verfahren und Konterhockey spielen, läuft es. «Letzte Saison konnten wir noch powern, jetzt gilt es, clever zu spielen. Das liegt dem Team. Es macht wirklich Spass, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Wir sind auf einem wirklich guten Weg.» Der kann nun sogar wieder in die Playoffs führen, nachdem man vor wenigen Wochen noch auf dem letzten Platz gelegen hatte. Sieben Runden bleiben in der Qualifikation noch. Und die Sensler haben es selbst in der Hand, die Playoffs noch zu erreichen.

Telegramm
Wiki-Münsingen – Bulls 4:3 (0:0, 1:3, 2:0, 1:0) n.V.

Sportzentrum Sagibach. 405 Zuschauer. SR: Baum, Feuz/Baumgartner. Tore: 23. Dousse (Hayoz/Ausschluss Abplanalp!) 0:1. 25. Steiner (Reber, Baumgartner /Ausschluss Fleuty) 1:1. 30. Langel (Fontana, Bussard) 1:2. 33. Kessler (Nussbaumer) 1:3. 49. P. Marolf (N. Kormann, Baltisbeger/Ausschluss Hayoz) 2:3. 60. (59:18) Studer (C. Kormann/Ausschluss Sassi) 3:3. 62. (61:51) C. Kormann 4:3. Strafen: 1-mal 2 Min. gegen Wiki-Münsingen, 7-mal 2 Min. gegen die Bulls.

EHC Wiki-Münsingen: Lenze; Dällenbach, M. Marolf; Bruni, Steiner; N. Kormann, Gerber; Pianta, Marti; Studer, Lüdi, Allemann; C. Kormann, Wenger, Reber; Baltisberger, Baumgartner, P. Marolf; Joch, Loretan, Waber.

HC Düdingen Bulls: Zaugg; Zwahlen, Bertschy; Hayoz, D. Roggo; Blanchard, Nussbaumer; Kessler; Abplanalp, Sassi, Fleuty; Bussard, Fontana, Langel; Braichet, Krebs, Dousse; Knutti, Perdrizat, K. Roggo.

MySports League: Sion-Nendaz – Bülach 6:3. Brandis – Dübendorf 2:4. Seewen – Thun 1:4. Chur – Star Forward Lausanne-Morges 1:0 n.P. Basel-Kleinhüningen – Uni Neuenburg 7:0. Wiki-Münsingen – Düdingen 4:3 n.V.

Quelle: Frank Stettler / Freiburger Nachrichten

Eine taktische Herausforderung

Veröffentlicht: 28. Februar 2017 von cbaeriswyl in Interviews, Saison 2016/2017
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Die Bulls und Trainer Thomas Zwahlen erwartet im Playoff-Halbfinal eine physische und taktische Herausforderung.

1.-Ligist Düdingen Bulls trifft heute im ersten Spiel des Playoff-Halbfinals (best of 5) auswärts auf Star Forward. Trainer Thomas Zahlen sagt in den FN, mit was für einer Serie zu rechnen sein wird.

Während sich der Qualifikationsdritte Düdingen Bulls in der Viertelfinalserie gegen Saastal mit 3:1 Siegen hatte durchsetzen können, musste Star Forward Lausanne-Morges, das zweitplatzierte Team der Qualifikation, gegen Franches-Montagnes über die volle Distanz von fünf Spielen gehen. Erst am Donnerstagabend setzten sich die Waadtländer in der Belle mit 4:3 durch. Im Gespräch mit den FN blickt Bulls-Trainer Thomas Zwahlen auf die Serie gegen Saastal zurück und erklärt, wie er Star Forward eliminieren will.

Thomas Zwahlen, kann man sagen, dass die Bulls mit dem 3:1 im Viertelfinal gegen Saastal ihren Job erfüllt haben?

Ausser Spiel zwei auswärts, als wir extrem schlecht waren, ist es sicherlich gut für uns gelaufen – nicht zuletzt aus Sicht der Emotionen: Wir fanden nach der Niederlage schnell den Weg ins Positive zurück. Nach der Qualifikation für die neue Regio League war die Luft bei uns ein wenig draussen. Vielleicht war diese Niederlage nötig, um wieder Spannung aufzubauen. Wir haben die Serie verdient gewonnen; gegen einen unsauber spielenden Gegner haben wir diszipliniert gespielt.

Im Halbfinal trifft Düdingen nun auf Star Forward. Ein Wunschgegner?

Ich hätte am liebsten gegen Sierre gespielt (Red.: schied gegen Neuenburg aus), denn die Walliser spielen schönes Eishockey. Stattdessen sind nun Star Forward und Neuenburg weiter, die Eishockey im Genfer Stil spielen: nicht sehr attraktiv und schwierig zu entgegnen. Star Forward steht sicher nicht für das Eishockey, das ich mir wünsche.

Mit welchen Mitteln wollen Sie die Waadtländer bezwingen?

Sicherlich indem wir körperlich dagegenhalten. Das sind wir uns aus der Serie gegen Saastal bereist gewöhnt, insofern war das der ideale Gegner für uns. Die taktische Route wird die gleiche bleiben: Es kommt darauf an, die langen Pässe von Star Forward zu unterbinden. Mit Laurent Perroton haben die Waadtländer einen Trainerfuchs an der Bande, der einiges im Köcher hat. Taktisch wird es eine Herausforderung.

Was gilt es im Spiel der Bulls zu optimieren?

Wir müssen bestimmt in der Defensive noch konsequenter spielen. Zudem geht es darum, den ersten Pass von Star Forward zu stören und die Mitte zuzumachen – eben das Genfer Eishockey zu verhindern.

Im Gegensatz zum Viertelfinal geniesst Düdingen diesmal nicht den Heimvorteil. Ein Nachteil?

Ich wäre ein schlechter Trainer, wenn ich Ja sagen würde … Im Gegenteil, wir müssen das positiv sehen: Uns bietet sich die Chance, gleich im ersten Spiel das Break zu schaffen. Die Saisonbilanz gegen Star Forward ist positiv, auch wenn wir die letzten Spiele mit etwas Glück gewonnen haben.

Wie steht es um die Gesundheit Ihrer Spieler?

Zu den langzeitverletzten Roggo, Braaker und Sturny hat sich nach der Serie gegen Saastal Bussard gesellt. Er zog sich eine Schulterluxation zu und fällt monatelang aus. Die Walliser betrieben manchmal fast Körperverletzung. Trotzdem habe ich vier komplette Linien zur Verfügung. Das ist sehr wichtig und gibt mir die Möglichkeit für Umstellungen. Ich weiss, dass ich wohl zu gegebener Zeit auf drei Blöcke werde umstellen müssen, aber je länger ich mit vier spielen kann, desto besser.

1. Liga. Westgruppe. Halbfinal-Serien (best of 5): Sion-Nendaz (1.) – Uni Neuenburg (4.), Star Forward Lausanne-Morges (2.) – Düdingen Bulls (3.).

Quelle: Frank Stettler / Freiburger Nachrichten

Obwohl die Düdingen Bulls auswärts gegen Saastal mehr Spielanteile hatten, mussten sie sich letztlich mit 2:5 geschlagen geben. Die Walliser waren in einem hart geführten 1.-Liga-Spiel ganz einfach die effizientere Mannschaft.
«Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein» lautet eine alte Sportweisheit. Genau so ging es den Düdingen Bulls am Samstagabend in Saas Grund. Die Sensler hatten zwar mehr vom Spiel, kassierten aber die Tore. «Wir haben die Gegentore sicherlich aus dummen Situationen heraus erhalten», sagt Bulls-Captain Michel Zwahlen. So fiel das 1:0 der Gastgeber nach einer Druckphase der Düdinger, beim 2:0 brachten die Gäste die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel hinaus. «Saastal hat die Tore in den richtigen Momenten erzielt.» Einmal im Rückstand machten die Sensler noch mehr Druck, wurden dann aber jäh von Strafen ausgebremst: Pfiffe des Unparteiischen, die bei Zwahlen einen faden Beigeschmack hinterlassen. «In dieser Form habe ich so etwas noch nicht erlebt. Die Walliser haben hart gespielt mit Checks von hinten und Stockschlägen – es wurde aber nichts gepfiffen. Als wir dann reagierten, wurden wir bestraft.» Dass dies nicht die Ausrede des Verlierers ist, unterstreicht der Fakt, dass auch sein Captain-Kollege von Saastal nach Spielende dem Schiedsrichter den Handschlag verweigerte. «Schon während dem Spiel gingen wir zu ihm hin und sagten, dass er mit seiner fehlenden Linie die Gesundheit der Spieler gefährde», hält Michel Zwahlen fest.

Der Bulls-Captain ist aber auch selbstkritisch. «Unser Powerplay war sicher ungenügend. Und wir haben es der Torhüterin von Saastal, die sehr gut gehalten hat, zu einfach gemacht. Wir haben sie quasi warm geschossen.» Nicht zum Vorteil der Düdinger sei zudem gewesen, dass in Saas Grund auf einer offenen Eisbahn gespielt werde. «Es war gut minus zwölf Grad und das Eis brüchig. Wir als technische Mannschaft konnten so unser Spiel nicht aufziehen. Es dauerte zu lange, bis uns die Umstellung gelang.»

Telegramm:
Saastal – Düdingen Bulls 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)

Saas Grund. 320 Zuschauer. SR: Paroz. Tore: 6. F. Anthamatten (Zurbriggen, Si. Anthamatten) 1:0. 15. Sartore (R. Anthamatten) 2:0. 23. Summermatter (Zurbriggen) 3:0. 30. Bursey (F. Anthamatten, S. Anthamatten/Ausschlüsse Bertschy, Hayoz) 4:0. 53. Sassi (Ayer) 4:1. 59. Catillaz (Fontana, Sassi) 4:2. 60. Summermatter (Del Pedro, Gnädiger/Ausschluss Catillaz) 5:2. Strafen: 10-mal 2 Min. gegen Saastal, 11-mal 2 Min. plus einmal 10 Min. (Bertschy) gegen die Bulls.

EHC Saastal: So. Anthamatten; M. Bur­gener, Summermatter, Si. Anthamatten, Bursey, Ch. Burgener, R. Anthamatten, Ducoli; Gnädiger, J. Anthamatten, Bracher, Le. Del Pedro, Zeiter, Lu. Del Pedro, Zurbriggen, F. Anthamatten, Capella, Sartore, Lorenz.

Düdingen Bulls: Aeby (33. Guggisberg); Zwahlen, Bertschy, Progin, L. Hayoz, Overney, Blanchard, Thom; Fontana, Baeriswyl, Dousse, Sassi, Catillaz, K. Roggo, Spicher, Braaker, Pedrizat, Ayer, Nussbaumer.

Bemerkungen: Bulls ohne D. Roggo, Braichet, M. Hayoz und Sturny (alle verletzt).

Quelle: Frank Stettler / Freiburger Nachrichten